Kiras Arbeit

                                                       Hallo Ihr Lieben!

Mein Name ist Kira. Ich habe mittlerweile 10 Jahre Berufserfahrung. Ich arbeite als Hündin in der Jugendhilfe.

Ich helfe Kindern, in dem ich mit ihnen spiele. Ich bringe die sie zum Lachen und zum Staunen. Mit mir können sie die Welt entdecken.

Mit mir gehen die Kinder in den Wald. Oder sie gehen mit mir an den See.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jedenfalls gehen sie mit mir nach draußen. Dazu haben sie immer Lust, einfach weil sie mich lieb haben und so gerne mit mir kuscheln und weil wir alle gerne Abenteuer suchen...

Mit mir entdecken sie den Wald, das Wasser, andere Tiere...und am Ende sich selbst und was sie alles können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich erzähle aber auch Geschichten. Es sind alles alte Geschichten, die ich mir mit meinem Frauchen ausdenke: Wir haben angefangen mit meiner Geschichte. Es ist die Geschichte von Robina Wau. Das ist mein wilder Name. Es ist der Name, den meine Mutter mir gegeben hat. Sie sagte, als mich nach meiner Geburt sauber leckte, ich nenne dich: Rowrowi -ija, wau. Ihr würdet das, weil Ihr ja kein hündisch könnt,so sprechen: Robina Wau. Übersetzt bedeutet mein Name, die, "Die - Sich -  An - Alles - Erinnert - Und - Unsere - Geschichte - Kennt."

Schon vor langer, langer Zeit gab es zwischen den Menschen und Tieren eine andere Sprache; es war die leise Sprache. Es ist eine Sprache ohne Worte. Sie besteht aus leisen "Lauten" und aus Gesten, aus einem Stöhnen, Atmen, Blicken und die Geschichten formen sich aus dem Kontakt. Es ist ein ganz inniger Kontakt zwischen den Lebenwesen, die sich verstehen und das miteinander Leben teilen. Aus dem Hören entsteht Verstehen und daraus kommen die Geschichten, die man dann einfach weiss. Die Menschen, die lernen sich zu erinnern, können die Geschichten hören, verstehen und den anderen Menschen weitererzählen, so dass auch sie lernen zu hören und zu verstehen....

Als alle Hunde noch Wölfe waren, begann die seit tausenden Jahren bestehende Freundschaft zwischen Menschen und Hunden.

Als wir alle noch keine Häuser hatten und im Wald und in Höhlen lebten, freundeten sich einige von uns mit einigen von Euch an. Viele von Euch Kindern kennen die Geschichte aus der uralten Zeit, als alle Hunde noch Wölfe waren. Damals lebten noch alle getrennt voneinander: Menschen in Sippen und Wölfe in Rudeln.

Menschen und Wölfe lebten getrennt voneinander, aber sie hatten großen Respekt voreinander. Die Wölfe erzählten davon, wie viel die Menschen konnten, obwohl jeder einzelne von ihnen nicht so stark war, wie ein einzelner Wolf. Sie sangen Lieder davon, was Menschen alles konnten, weil sie zusammenhielten.

Die Menschen erzählten von den ungeheuren Gaben eines Wolfes. Auch Wölfe hielten zusammen und sie konnten mit ihren Nasen die Spur des Wildes finden, um zu jagen. Sie waren starke und stolze Tiere und wenn die Gruppe der Menschen sich verhalten würde wie ein Rudel Wölfe, dann würden alle satt und bräuchten sich vor nichts zu fürchten.

Die Geschichten, die wir voneinander erzählten, handelten von gegenseitigem Respekt, von der Freiheit und der Wildnis und von vielen tollen Abenteuern, die uns bevorstehen würden.

Es gab Menschen, die erfanden irgendwann die Geschichte vom bösen Wolf, aber wer Wölfe kennt, der weiß, dass sie nur wild sind und nicht böse. Die Wildnis hat einfach andere Gesetze als die der Menschen.

Viele Menschen müssen noch lernen, dass das ein ewiges Missverständnis auch zwischen Hunden und Menschen ist. Wir haben zwar viel von Euch gelernt, aber unter uns gelten die Gesetze der Wildnis und die des Rudels noch, auch wenn wir mit Euch anders umgehen.